Thomas Dreßen
Verein: SC Mittenwald
Geburtstag: 22.11.1993
Beruf: Zollbeamter/Zoll Ski Team
Größe: 188cm
Gewicht: 100kg

Thomas Vater brachte dem Sohn das alpine Skifahren nahe. Nach einem ersten Skikurs in der Skischule trat Thomas in den örtlichen Skiclub ein und wurde dort unter anderem von seinem Vater trainiert.

Nach der Grundschule wechselte Thomas in die Ski-Hauptschule nach Neustift im Stubaital, ehe er seine schulische Karriere 2013 mit der Matura im Skigymnasium Saalfelden abschloss.

Bereits 2010 schaffte Thomas den Sprung in den DSV-Kader. Im Winter 2016/17 konnte sich er einige Male in Szene setzen und wurde ins WM-Team für St. Moritz berufen. Mit Platz zwölf in der WM-Abfahrt und Rang 14 in der Kombination stellte er sein Können unter Beweis. Kurz darauf fuhr Thomas mit Rang sechs in der Weltcup-Abfahrt von Kvitfjell das bis dato beste Weltcup-Resultat seiner Karriere ein und qualifizierte sich für das Saisonfinale in Aspen.

Gleich zu Beginn der Saison 2017/18 setzte Thomas Dreßen mit Platz drei in der Abfahrt von Beaver Creek ein erstes Ausrufezeichen. Nach Rang fünf im Klassiker von Wengen gelang Thomas danach auf der Streif der ganz große Coup: Vor Beat Feuz und Hannes Reichelt gewann er die legendäre Abfahrt in Kitzbühel und kam damit in der absoluten Weltspitze an.

In Kvitfjell, Norwegen, bestätigte er seine überragende Form mit seinem zweiten Saisonsieg. Damit schrieb er deutsche Ski-Alpin-Geschichte und zog mit Markus Wasmeier und Josef Ferstl Sen. gleich, die in ihrer Karriere ebenfalls zwei Weltcupsiege in der Abfahrt feiern durften.

Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang überzeugte Thomas mit Rang fünf in der Abfahrt und Platz neun in der Kombination sowie als Elfter im Super-G.

Beim Saisonfinale in Are gelang ihm mit Rang drei im Super-G der erste Podestplatz seiner Karriere in dieser Disziplin. In der Gesamtwertung des Abfahrt-Weltcups 2017/18 wurde der Zollbeamte ebenfalls als Dritter gelistet.

Nach einem soliden Einstieg in die Saison 2018/19 mit zwei Top-Ten-Ergebnissen in den Speedrennen von Lake Louise stürzte Thomas Dreßen bei der Abfahrt in Beaver Creek folgenschwer. Ein Kreuzbandriss im rechten Knie besiegelte das frühe Saisonaus.

Erfolgreicher denn je war Thomas Dreßen in seiner Comeback-Saison im Winter 2019/20 unterwegs. Schon beim ersten Rennen überraschte er die gesamte alpine Fachwelt und sich selbst und gewann die Abfahrt in Lake Louise, Kanada.

Das nächste Ausrufezeichen setzte Thomas beim Super-G in Gröden, wo er mit dem dritten Platz erneut aufs Podest raste. Auch beim Klassiker in Wengen landete er auf Platz drei bevor er dann mit zwei Siegen in Serie eine neue Benchmark im deutschen Abfahrtssport setzte: Zuerst trimuphierte er bei seinem Heimrennen auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen, ehe er die nächste Gelegenheit nutzte und in Saalbach ebenfalls die Abfahrt für sich entschied. Mit Platz drei im Super-G landete er tagsdarauf abermals auf dem Podium.

Bei seinem zweiten, gefühlten Heimrennen in Hinterstoder wurde Thomas leider abrupt ausgebremst: Nach einem Sturz im Super-G subluxierte er sich beide Schultern, konnte aber eine Woche später in Kvitfjell wieder an den Start gehen.

Am Ende der Saison wurde Thomas als Zweiter des Abfahrts-Weltcups hinter Beat Feuz aus der Schweiz gelistet. Im Super-G und dem Gesamt-Weltcup war er Neunter.

Nach einer durchwachsenen Vorbereitung reiste Thomas im November 2020 frühzeitig aus dem Trainingslager in Copper Mountain ab, um sich im OCM München einer Hüft-OP zu unterziehen. Der Eingriff verlief wie auch die Rehabilitation positiv und bereits beim Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen war Thomas als Vorläufer am Start. Seinen ersten und einzigen Renneinsatz der Saison bestritt Thomas bei den Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo. Nach Schmerzen im rechten Knie wurde Thomas im Anschluss arthroskopiert und musste die Saison frühzeitig beenden.

Verletzungen:
2021 - Knie-OP rechts (Knorpel)
2020 - Impingement-OP (Hüfte links)
2018 - Kreuzbandriss rechts
2013 - Knochenprellung in beiden Kniegelenken
2007 - Kopfverletzung nach Zusammenstoß

Hobbys:
Freunde treffen, Golfen, Mountainbiken

Blick ins Familienalbum:

Thomas Dreßen kam in Garmisch-Partenkirchen zur Welt. Sport war und ist das bestimmende Thema in der Familie: Während Vater Dirk bis zur Wiedervereinigung als Biathlet im Alpencup erfolgreich war, glänzte die Mutter als Turnierreiterin. Auch Bruder Michael war als Skirennfahrer aktiv, zuletzt fand er Gefallen am Ski Cross.

Im Sommer 2021 heirateten Thomas und seine langjährige Freudin Birgit.


Erste WC-Platzierung: 2015 Saalbach 39. AF
Erste WC-Top-10: 2017 Kvitfjell 6. AF
Erster WC-Sieg: 2018 Kitzbühel AF
Bisherige WC-Siege: 5

OWS 2018 Pyeongchang 5 AF
OWS 2018 Pyeongchang 9 SK
OWS 2018 Pyeongchang 11 SG
WM 2021 Cortina d'Ampezzo 18 AF
WM 2017 St. Moritz 12 AF
WM 2017 St. Moritz 14 SC
JWM 2014 Jasna 2 AF
JWM 2012 Roccaraso 2 RS

Sponsoren: Sölden (Kopf)
Ski: Rossignol
Schuhe: Lange
Stöcke: Komperdell
Brille: Uvex



Profilbild downloaden
Links